44 114 zum Achsen abdrehen

Die Lok hat eine Flachstelle erwischt und muss nun zum Drehen in die Werkstatt. In diesem Fall ist es die Drehbank in Seelze....

Der technische Ablauf ist folgender: Die Lokomotive wird auf die Maschine gefahren. Die Maschine hebt am Spurkranz den zu bearbeitenden Radsatz leicht an und die Schienenbrücken werden zur Seite geschwenkt. Der Radsatz steht jetzt nur auf der Hebevorrichtung der Maschine. Nun werden die Antriebsrollen, zwei auf jeder Seite an den Spurkranz gefahren und die Hebevorrichtung gesenkt. Der Radsatz steht nun, freibeweglich, mit dem Spurkranz auf den Rollen. Nun erfolgt ein erstes Messen und Rechnen und Messen... Nachdem die Maschine eingerichtet wurde und der Rundlauf des Spurkranzes geprüft wurde, werden die Laufflächen gedreht. Je nach Spanstärke beide gleichzeitig oder eine nach der anderen. Die Lauffläche wird bearbeitet. Der Radsatz läuft auf den Spurkranz und drückt nur mit der eigentlichen Achslast dieses Radsatzes auf das Werkzeug. Nach dem die Laufflächen genau auf Maß gedreht sind wird die Maschine "umgesetzt" und der Radsatz läuft nun mit der eigentlichen Lauffläche auf den Rollen. Der Spurkranz ist frei, zur Bearbeitung. Zwischendurch und Abschließend wird gemessen und protokolliert. Die Lauffläche ist fertig bearbeitet. Die Maschine ist umgesetzt. Der Radsatz steht nunmehr auf der Lauffläche. Das Werkzeug ist versenkt. Unter dem Radsatz, zwischen den Rollen ist ein Messgerät eingelegt.Die Form des Radreifens "liest" oder tastet die Maschine auf jeder Seite von einer eingespannten Lehre ab. Somit ist es möglich verschiedene Formen zu drehen. Beide Seiten der Unterflurdrehmaschine drehen den jeweiligen Radreifen völlig unabhängig voneinander.

"Lokschrauber" Andreas wünscht: "Eine gute Fahrt und bei Bedarf ein Wiedersehen in Seelze auf der Drehbank...

Alle Bilder und der Text dieses Betrages stammen von: Uwe B.
Pfotenhauertechnik@ige-werrabahn-eisenach.de


Letzte Änderung am Sonntag, 12. November 2017 um 16:03:52 Uhr.