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(Baujahr 1948) bin in Seelze aufgewachsen und wohnte bis 1970 in der Bahnhofstraße in Sichtweite des alten Personenbahnhofes. Ca. Ende der 1950er Jahre hatte ich endlich eine Billigkamera von Agfa geschenkt bekommen und bin damit auf die Pirsch gegangen, das Ende der Dampflokzeit kündigte sich bereits an. Ich habe Eure Webseite (100 Jahre Rangierbahnhof Seelze und Lokschrauber) schon häufiger besucht und würde gern mehr historische Fotos sehen wollen.

(oben,links): DE 2000 in Hannover HBF.     (oben, mitte): Ein Einzelgänger, die DE 2000 (dieselektrischer Prototyp) auf dem Weg von Hamm nach Hannover (Werktags immer so um 15.00 Uhr, damals..) siehe auch Wikipedia.     (oben, rechts): Rbf Seelze, Wagenmeisterbude mit Wasserturm.     (unten, links): Heimstättenbrücke, im Hintergrund Kieswerk     (unten, mitte): Dampflokomotiven warten auf ihren Einsatz     (oben, rechts): Güterzuglok 50.40 Ausfahrgruppe West, anfahrend.

oben-1): BR 78 mit 3 Achser- Umbauwagen, von Personenbahnhof kommend (sehr selten, daß einmal ein Zug ausschließlich mit Umbauwagen- Garnituren unterwegs war, in der Regel waren diese zum damaligen Zeitpunkt immer gekoppelt mit Donnerbüchsen oder preuß. Abteilwagen. (oben-2) Blick von der Fachwerkbrücke Göxer Landstr., eine BR 50 mit Güterzug läuft von Westen kommend in den Bahnhof ein, achte auf den Wasserturm links hinten und das dahinter befindliche Stellwerk (oben-3): Ein historisches Foto, der Eröffnungszug der Inbetriebnahme des el. Verkehrs Hannover- Bremen, bei schlechtesten Wetter und Belichtungsbedingungen erwischt...Dieses Bild wurde vom Bahnsteig des ehem. Personenbhfs. geschossen. (oben-4) Hier das Stellwerk unmittelbar östlich des Wasserturmes Fotostandpunkt wie vor, achte auf die Waggons im Hintergrund, uralte Länderbahnwagen, kunterbunt aneinander gekoppelt, es handelte sich um einen Bauzug der Bahn, der dort mehrere Tage stand. Bauzüge waren derzeit immer mit dem "Ältestwagenbestand" der DB ausgerüstet. Der Zug stand auf dem "katholischen Bahnhof" (unten-1) Hier der Wasserturm, aufgenommen von der Güterabfertigung Seelze (Südseite), Höhe Sportplatz TUS Seelze. (unten-2) Noch ein Blick (Richtung Osten) von der Brücke Göxer Landstr., diesmal ein Schnellzug in voller Fahrt, gezogen von einer 01, mit homogenem neuwertigen Wagenmaterial, bis auf den Packwagen hinter der Lok, typisch DB... Es war noch ein Nachkriegsprovisorium mit Holzwänden hinter sichtbarer Stahlunterkonstruktion. Links siehst Du die Weiche, die vom katholischen Bahnhof zurückführt auf das Hauptgleis, dabei noch das alte Formsignal. Man erkennt daneben den Bahnsteig, ungepflastert natürlich, mit "Kohlasche" provisorisch befestigt, von gegenüber (Theis KG). Links davon erkennt man noch den Bereich, wo heute die Kantstr. langgeht, auf dem Feld links davon haben wir früher im Herbst Drachen steigen lassen, heute ist da die Fichtestr. Die Häuser im Hintergrund gehören bereits zur Südstr.

Neuer Hilfszug aus Österreich ist einsatzbereit

Die Ablösung ist da: Der neue Hilfszug für den Standort Seelze, der bei Schäden an Gleisen, Loks und Wagen eingesetzt wird, ist vom Herstellerwerk in Österreich an seinen neuen Standort geschleppt worden.

Alt und Neu: Die beiden Hilfszüge an der Lokhalle des Bahnhofs.

Quelle: Wolfgang Rogl
 

Seelze. Im Lauf dieses Monats wird er offiziell in Dienst genommen. Er löst den bisherigen Hilfszug ab, der in die Jahre gekommen ist. Notfallmanager Rolf Knust freut sich, dass das Fahrzeug heil angekommen ist. Knust wird in den nächsten Wochen die Besatzung für den grellrot schimmernden Wagen in die Technik einweisen. Der in Seelze lebende Eisenbahner mit dem offiziellen Titel Praxistrainer Notfalltechnik ist bundesweit für die Hilfszüge zuständig. 49 davon hat die DB Netz AG bestellt, die zuständig für die Gleisunterhaltung ist.

Einer der ersten ist nun in Seelze unübersehbar: Gleich nebenan auf dem Nachbargleis ist der Standort des alten Zuges, der aus einem Mannschaftswagen und zwei Gerätewagen besteht. Leicht verblasstes Rot an alten Wagen kontrastiert nun mit dem strahlenden Rot der Neuanschaffung. Für den neuen Hilfszug reicht ein einzelner Wagen, der in der Regel von sechs Eisenbahnern aus den örtlichen Dienststellen besetzt wird. Bei Unfällen wie entgleisten Loks oder Wagen fährt der Zug dann mit einer Diesellok zum Unfallort, wobei von Seelze aus alle Strecken im Umkreis von etwa 150 Kilometern bedient werden.

DB Netz lässt sich die Aktion etwas kosten, denn jeder Hilfszugwagen schlägt mit knapp einer Million Euro Baukosten zu Buche. Zwei bis dreimal im Monat, so die Erfahrung, muss der Hilfszug ausrücken und hat dabei alle möglichen technischen Geräte zur Schadensbehebung an Bord - von der Seilwinde über Hebevorrichtungen bis zu Werkzeugen aller Art.